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„Spitzentreffen“ der besonderen Art

Ein Abend um RINALDO und um viel mehr

 

Am Abend des 8. Juni nahm im Operncafé eine Idee Gestalt an, die bereits im November des vergangenen Jahres im kleinsten Kreis geboren worden war.

Wir erinnern uns: Mitte der 80er Jahre kam der Regisseur Peter Konwitschny an das Landestheater Halle. Hier setzte er gemeinsam mit Christian Kluttig am Pult des Händelfestspielorchesters und dem Grafiker und Bühnenbildner Helmut Brade internationale Maßstäbe für einen neuen Umgang mit den Opern von Georg Friedrich Händel. Vor allem seine Inszenierung des „Rinaldo“ war von Publikum und Presse gleichermaßen gefeiert worden. Und jetzt, fast 40 Jahre danach, ein neuer „Rinaldo“ in der Regie unseres Intendanten Walter Sutcliffe! … Das war der Stoff, aus dem unser Traum erwuchs.

Der Plan: Wir versuchen, Peter Konwitschny und seine Mitstreiter von damals wieder „zusammenzubringen“, um gemeinsam mit Walter Sutcliffe einen Blick auf jene spannende Zeit in den 80ern zu werfen und zugleich eine Brücke ins Heute zu schlagen.

Wir haben die Telefonate und Mails mit unseren Fragen nicht gezählt, aber die Antworten machten uns Mut, den Plan mit Hilfe der Oper Halle in die Tat umzusetzen. Trotzdem blieb es bis zuletzt eine „Zitterpartie“: Würden alle Gäste wirklich kommen (können)?

Heute wissen wir die Antwort. Ja, sie kamen (fast) alle: Peter Konwitschny, Christian Kluttig, Helmut Brade, Juliane Claus, Annette Markert, Mária Petrašóvska, Axel Köhler und natürlich Walter Sutcliffe… alle gutgelaunt und voller Vorfreude. Schon im „Händelzimmer“, in das wir zu Beginn beim kleinen Büfett zum „Beschnuppern“ eingeladen hatten, kam es zu herzlichen Begegnungen. Einige hatten sich schließlich lange Zeit nicht gesehen.

Nach der Begrüßung unseres Vorsitzender Wolfgang Aldag begann dann in der Moderation von Stefan Petraschewsky vom mdr ein Abend, der wohl allen daran Beteiligten und den zahlreichen Besuchern im Operncafé noch lange im Gedächtnis bleiben wird. (Unter den Gästen waren zudem Elisabeth Hinze, die einst die „Erste Sirene“ sang, Petra Ziegenhorn, die als Assistentin der Ausstattung dabei war, und Matthias Hönig als damaliger Beleuchtungschef.) Neben den vielen heiteren, aber auch ernsten Erinnerungen an die gemeinsame Zeit von vor 40 Jahren – ergänzt durch Beiträge aus dem Publikum – sprach Walter Sutcliffe über seine Regiearbeit und weckte großes Interesse an seine Neuinszenierung des „Rinaldo“. Franziska Krötenheerdt, die in dieser die Partie der Almirena gestaltet, verlieh dem Abend noch ein besonderes Flair: Begleitet von Tino Fiebig sang sie das berühmte „Lascia ch'io pianga“ und zum Finale „Bel piacere“ ...

Nach knapp zwei Stunden war der „offizielle“ Teil zwar beendet, aber noch lange nicht Schluss ...

Danke an alle, die uns bei der Realisierung des Abends unterstützt haben.

Hinweis zur Ergänzung:                 Eine Rezension von Joachim Lange erschien

                                                               am 10.6. in der MZ („Ein Glücksfall“).

 

15.06.2026 as          

Fotos    © Andreas Stanicki